Der TagHandy, Auto, Schmuck - Berliner Polizist geht auf Raubzug in Bayern
Dieses Ermittlungsergebnis war für die Polizei in Bayern wohl mehr als überraschend: Einer aus ihren eigenen Reihen ist für eine ganze Serie an Raubüberfällen, einen Einbruch und weitere Straftaten verantwortlich. Der 30 Jahre alte Polizist aus Berlin soll zusammen mit einem gleichaltrigen Komplizen mit Gewalt einer Frau ein Handy gestohlen, danach ein Auto im Wert von 18.000 Euro entwendet und schließlich bei einem Einbruch in einem Juweliergeschäft Schmuck im Wert von mehr als 100.000 Euro erbeutet haben. Das teilten das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bamberg mit.
Bei dem Einbruch im Juweliergeschäft fuhren die Männer mit dem gestohlenen Fahrzeug ins Schaufenster, aber nutzten zur Flucht ein anderes Auto, auf dem sich ein mobiles Blaulicht befand.
Auch wenn die beiden Männer nach Angaben der Ermittler sehr konspirativ vorgegangen seien, gelang es Cyberspezialisten der Polizei, die Verdächtigen zu identifizieren. Dabei fanden sie ebenfalls heraus, dass der Polizist in Berlin das geraubte Handy verkaufen wollte und schalteten ihre Hauptstadt-Kollegen ein, die den als Haupttäter geltenden Polizisten beim Verkauf beobachten und auf frischer Tat festnehmen konnten.
Dem Polizisten und seinem aus Norddeutschland stammenden Komplizen seien noch weitere Straftaten in Ober- und Unterfranken nachgewiesen worden. Beide Männer kamen in Untersuchungshaft. Neben einer Haftstrafe drohen dem Polizisten auch dienstrechtliche Konsequenzen.