Der TagHeftige Kritik an Dutertes Plan für tägliche Hinrichtungen
Man kann ja für eine harte Hand des Gesetzes sein, Law and Order propagieren, aber was der philippinsche Präsident Duterte da plant, ähnelt immer mehr einem Blutrausch.
Duterte will nicht nur die Todesstrafe wiedereinführen, sondern auch gleich fünf bis sechs Hinrichtungen am Tag durchführen. Dies sei im Kampf gegen die Drogenkriminalität nötig, die das Land zerstöre, sagte er am Samstag.
Kritik kommt von Kirche und Menschenrechtlern. Sollte Duterte seine Pläne umsetzen, würden die Philippinen zur weltweiten "Zentrale" der Exekutionen, sagte der Sprecher der philippinischen Bischofskonferenz, Jerome Secillano.
Der Vize-Vorsitzende von Amnesty International auf den Philippinen, Romeo Cabarde, sagte AFP, seine Organisation sei prinzipiell gegen die Todesstrafe - aber zusätzlich noch eine Art Quote festzulegen, sei einfach "zu viel".
Seit Beginn von Dutertes Drogenkrieg im Sommer wurden bereits 5300 angebliche Kriminelle von der Polizei getötet. Er hatte sogar damit geprahlt, selbst auch schon Kriminelle umgebracht zu haben.