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Der TagHeirat oder Job weg: Firma in China sorgt für Welle der Empörung

25.02.2025, 10:49 Uhr
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Den Bund fürs Leben schließen, um den Job zu behalten? (Foto: Silas Stein/dpa/Illustration)

Es gibt sie immer wieder, die unglaublichen Geschichten. So auch die folgende: Ring an den Finger oder Kündigungsschreiben in der Hand - mit so einer drastischen Maßnahme wollte ein Unternehmen in China etwas gegen sinkende Zahlen bei Eheschließungen und Geburten tun. Das war wohl selbst dem rigiden chinesischen Behörden zu viel: Sie pfiff das Unternehmen zurück. Denn natürlich zu Recht sorgte dieser Eingriff in das persönliche Leben der Mitarbeitenden für eine Welle der Empörung. Wie die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" berichtet, wollte das Chemie-Unternehmen aus der ostchinesischen Provinz Shandong die Heiratsquote unter seinen rund 1.200 Mitarbeitern steigern. Deshalb führte es im Januar eine neue Richtlinie ein. Wer bis Ende März nicht geheiratet hätte, hätte einen Brief mit einer Selbstkritik schreiben müssen. Wäre die Heirat bis Ende Juni noch immer nicht vollzogen gewesen, hätte das Unternehmen eine "Bewertung" vorgenommen. Unklar blieb, was genau damit gemeint war. Wer bis Ende September immer noch ledig gewesen wäre, sollte gekündigt werden.

Quelle: ntv.de