Der Tag"Held von Manchester" muss ins Gefängnis

Ein einst als Held vom Manchester-Anschlag gefeierter Obdachloser ist wegen Diebstahls und Betrugs zu mehr als vier Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Der 33-Jährige hatte vor dem zuständigen Gericht in Manchester zugegeben, im Chaos nach dem Bombenattentat im Mai 2017 mehrere Opfer bestohlen zu haben.
Der Mann war zunächst als Held gefeiert worden, weil er behauptet hatte, den Opfern zu Hilfe geeilt zu sein. Eine Frau sei in seinen Armen gestorben, erzählte er nach dem Anschlag. Er erfuhr daraufhin eine Welle der Solidarität. Umgerechnet knapp 60.000 Euro an Spenden gingen für ihn ein. Das Geld soll nun an die Spender zurückgegeben werden.
Aufnahmen von Überwachungskameras hatten Zweifel an der Selbstlosigkeit des Mannes aufkommen lassen. Vor Gericht gab er zu, einer 14-jährigen Verletzten das Handy und einer älteren Frau den Geldbeutel gestohlen und deren EC-Karte eingesetzt zu haben.