Panorama

Anschlagsopfer bestohlen "Held von Manchester" muss ins Gefängnis

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Als ein Selbstmordattentäter sich bei einem Konzert am 22. Mai 2017 in den Luft sprengt, reißt er 22 Menschen mit in den Tod.

(Foto: picture alliance / Jonathan Brad)

Zunächst scheint er ein Held zu sein: Während des Anschlags in Manchester will ein Obdachloser den Opfern geholfen haben. Später kommt heraus, dass er sie in Wirklichkeit bestohlen hat. Nun wird der vermeintliche Helfer hart für seine Taten bestraft.

Ein Obdachloser, der nach dem Anschlag von Manchester als angeblicher Helfer Opfer bestohlen hatte, ist zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. "Sie waren nicht der Held, der Sie vorgaben zu sein, sondern einfach ein gewöhnlicher Dieb" sagte Richter David Hernandez in Manchester zu dem 33-jährigen Angeklagten Chris Parker. Er verurteilte ihn zu vier Jahren und drei Monaten Gefängnis.

Parker hatte nach dem Anschlag nach einem Konzert der US-Popsängerin Ariana Grande im Mai der Nachrichtenagentur PA gesagt, er sei selbst durch die Wucht der Explosion zu Boden geschleudert worden, aber statt wegzulaufen sei er zurückgegangen, um den Opfern zu helfen. Über eine Online-Spendensammlung wurden 50.000 Pfund (56.800 Euro) für den vermeintlichen Helden gesammelt.

Videos einer Überwachungskamera zeigten später, dass Parker das Portemonnaie einer Frau durchwühlte, deren 14-jährige Enkeltochter daneben im Sterben lag. Parker gestand, ein Portemonnaie und ein Handy gestohlen zu haben. Der 33-Jährige hat mehrere Vorstrafen, unter anderem wegen Ladendiebstahls und Einbruchs. Das für den vermeintlichen Helden gesammelte Geld wird an die Spender zurückgegeben.

Der Selbstmordattentäter Salman Abedi hatte sich am 22. Mai nach dem Konzert in die Luft gesprengt und 22 Menschen mit in den Tod gerissen. 116 Menschen wurden verletzt. Unter den Opfern waren viele Jugendliche und Kinder.

Quelle: ntv.de, kpi/AFP

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