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Der TagHisbollah bestätigt Tod von Kommandeur, Israel setzt Angriffe auf Ziele im Libanon fort

25.09.2024, 06:57 Uhr

Israel hat seine Angriffe auf Ziele im Libanon fortgesetzt, während Zehntausende Zivilisten auf der Flucht sind. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur Ani meldet, in der Nacht und am Morgen hätten "feindliche Kampfflugzeuge" mehrere Gebiete im Süden angegriffen. Dabei seien auch Menschen zu Schaden gekommen, nähere Angaben hierzu macht Ani aber nicht. Wie es aus libanesischen Sicherheitskreisen heißt, wurde ein "Lager" südlich von Beirut getroffen. Israels Armee erklärt, sie habe am Abend Dutzende militärische Einrichtungen der Hisbollah-Miliz im Osten und Süden des Libanon, darunter Waffenlager und Raketenabschussrampen, attackiert. Unterdessen bestätigt die Hisbollah, dass ihr Kommandeur Ibrahim Mohammed Kobeissi am Dienstag bei einem israelischen Angriff getötet wurde.

In Israel heulten heute früh die Sirenen, praktisch im gesamten Zentrum des Landes gab es Raketenalarm. Laut der Armee wurde eine aus dem Libanon abgefeuerte Rakete über dem Großraum Tel Aviv abgefangen. Derweil kündigt Regierungschef Benjamin Netanjahu weitere Angriffe auf die Hisbollah an, die Israels Norden seit Beginn des Gaza-Kriegs vor knapp einem Jahr praktisch täglich mit Raketen beschießt. "Wir werden weiterhin gegen die Hisbollah vorgehen", sagt Netanjahu ungeachtet der harschen Kritik am Tod vieler Zivilisten, die bei den israelischen Luftangriffen ums Leben kamen. Er betonte erneut, dass sich der Krieg nicht gegen das libanesische Volk richte, sondern allein gegen die Hisbollah - wer aber Waffen für die Miliz verstecke, gerate ebenfalls ins Visier. Bei dem Militäreinsatz sollen bereits etliche Mitglieder der Führungsriege der Hisbollah getötet worden sein.

Die jüngste Gewalteskalation in Nahost steht heute im Mittelpunkt einer Sondersitzung des Weltsicherheitsrats. Laut dem libanesischen Gesundheitsministerium wurden im Zuge der israelischen Attacken seit Montag mehr als 550 Menschen getötet und fast 2000 verletzt. Unter den Toten seien 50 Kinder.

Quelle: ntv.de