Der TagHitzewelle macht Rentieren zu schaffen - mehr Todesfälle als üblich
Die Hitzewelle der vergangenen Wochen macht auch dem Norden Europas zu schaffen. In Finnland leiden Rentiere unter Rekordtemperaturen. "Sie können ihre Körpertemperatur nicht ausreichend regulieren und überhitzen", sagt die Vorsitzende des Verbands der finnischen Rentierhalter, Anne Ollila. "Nicht alle Rentiere haben die Hitzewelle überlebt", erklärt sie weiter. Die Tiere seien aber "nicht massenhaft" gestorben.
Finnland hatte in den vergangenen Wochen 22 Tage in Folge mit Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius verzeichnet - nach Angaben des Meteorologischen Instituts in Helsinki war es die längste Hitzewelle seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1961. Die arktische Stadt Rovaniemi in Lappland, die als offizielle Heimat des Weihnachtsmanns vermarktet wird, meldet heute eine Höchsttemperatur von 26 Grad.
In der Hitze sei es für Rentiere schwieriger, vor Fressfeinden wie Wölfen zu fliehen, erklärt Verbandschefin Ollila. Anstatt wie im Sommer üblich im schattigen Wald zu bleiben, suchten viele Tiere in Wohngebieten Schutz vor Bremsen und Mücken. So manch ein Rentier habe sich dabei in einen Vorgarten verirrt.