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Der TagHochwasserschutz vernachlässigt? Söder und Aiwanger unter Druck

05.06.2024, 05:58 Uhr
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Die bayerische Politik rühmt sich seit Jahrzehnten, dass in ihrem Bundesland vieles besser liefe, als in anderen. Beim Hochwasserschutz scheint dies leider nicht zuzutreffen, wie sich aktuell leider tragisch zeigt. Bayerns Staatsregierung hat nämlich mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Beschluss zum Bau von sieben großen Flutpoldern zum Schutz vor extremen Hochwassern erst zwei der damals geplanten Projekte verwirklicht. Das bestätigt das Umweltministerium in München auf Anfrage. "Der Polder Weidachwiesen ist in Betrieb und wurde auch aktuell genutzt. Der Polder Riedensheim ist einsatzbereit", teilte eine Sprecherin mit. "Solche Projekte erfordern umfangreiche Planungen und anschließende Baumaßnahmen und benötigen deshalb Zeit", erläuterte Umweltminister Thorsten Glauber.

Geplant war die Fertigstellung aller sieben Polder bis 2020, wie in einem Bericht des Landesamts für Umwelt zum Flutpolderprogramm aus dem Jahr 2018 nachzulesen ist. Derzeit steht insbesondere Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger in der Kritik, der ehedem neben "Monstertrassen" - also große Stromleitungen quer durchs Land - auch "größenwahnsinnige Flutpolder" bekämpfte. Freie Wähler und Söder entgegneten der Kritik: "Seit 2001 haben wir vier Milliarden Euro investiert, bis 2030 werden weitere zwei Milliarden investiert werden in den Hochwasserschutz, und jährlich geben wir eine Milliarde für den Klimaschutz aus".

Quelle: ntv.de