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Der TagHunde im Gerichtssaal: Wie Vierbeiner Opfern sexualisierter Gewalt helfen

10.02.2026, 07:40 Uhr

Opfer von Sexualdelikten sind häufig schwer traumatisiert, was Vernehmungen und Aussagen vor Gericht erschwert - besonders bei Kindern und Jugendlichen. In Baden-Württemberg kommen deshalb seit einigen Jahren speziell ausgebildete Vernehmungsbegleithunde zum Einsatz. Die Tiere können Stress und Angst mindern, Vertrauen aufbauen und so die Aussagefähigkeit der Betroffenen stärken. Nun wurde nach Angaben des Justizministeriums erstmals bundesweit ein Qualifizierungsprogramm für diese Hunde und ihre Hundeführer abgeschlossen.

Die Hunde wirken als beruhigender "Ankerpunkt", liegen während der Befragung neben den Zeugen und spenden Halt durch ihre bloße Präsenz. Voraussetzung ist ein ruhiges, ausgeglichenes Temperament, damit auch starke Emotionen die Aussage nicht stören. Das Justizministerium sieht darin einen Gewinn für den Rechtsstaat: Eine entspanntere Atmosphäre ermögliche verlässlichere Aussagen. Neben Gerichts- und Ermittlungsverfahren werden die Hunde auch in Frauenhäusern und anderen sensiblen Bereichen eingesetzt.

Quelle: ntv.de