Der TagIW-Chef Hüther über Strafzölle: Muss Trump die Folterwerkzeuge zeigen

Stramme Extra-Zölle, ein 90-Tage-Aufschub, aber nicht für China und dann doch alles Fakenews, heißt es aus dem Weißen Haus?! Mit dem Hin und Her um die Strafzölle hat die Trump-Administration den Börsen heute eine wilde Achterbahnfahrt beschert. Alles andere als lustig, wie Trump die Welt und momentan vor allem die Wirtschaft vor sich hertreibt. Wie sollte man dem US-Präsidenten am besten begegnen? IW-Direktor Michael Hüther spricht sich für ein robustes Auftreten der EU in Zollverhandlungen aus. "Man muss Trump schon die Folterwerkzeuge zeigen", sagte Hüther dem Wirtschaftsmagazin Capital. Hüther sieht dabei einen Digitalzoll als effizientes Druckmittel auf Donald Trump. "Zum einen trifft man damit Donald Trumps Oligarchennetz. Die vielen Tech-CEOs, die sich mit ihrer Unterstützung für Trump verzockt haben." Zweitens sei es ohnehin im europäischen Interesse, eine eigene digitale Sicherheitsstruktur aufzubauen mit eigenen Clouddiensten. "Ein Zoll könnte das Thema beschleunigen", so Hüther. Hierbei könne Regulierung ein wirksames Instrument sein – etwa, dass Microsoft seine Server physisch in Europa haben muss, wenn es europäische Daten verarbeitet.