Der TagIWF: Meiste Griechen zahlen keine Einkommenssteuer
Der Internationale Währungsfonds (IWF) beteiligt sich bisher nicht an einem dritten Hilfspaket für Griechenland in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro, das nach Auslaufen der bisherigen Hilfen im Juli fällig wird - hält eine Lösung der Krise aber weiterhin ohne Schuldenschnitt für möglich.
Die Gespräche über einen Schuldenerlass seien mit den griechischen Behörden aber noch nicht geführt, sagte IWF-Europadirektor Poul Thomsen. Erst müsse über Reformen gesprochen werden.
Die Institution zweifelt unter anderem an dem von Europa ausgegeben Ziel eines griechischen Haushaltsüberschusses von 3,5 Prozent. IWF-Chefin Christine Lagarde bezeichnet dies als "langfristig unrealistisch".
Thomsen forderte von Griechenland weitere Maßnahmen in der Steuerpolitik. "Die Steuervermeidung geht immer weiter nach oben, die die Steuereinnahmen gehen immer weiter nach unten", sagte er. Griechenland schließe derzeit 55 Prozent seiner Bevölkerung über Freigrenzen von der Besteuerung bei der Einkommenssteuer aus. EU-Durchschnitt seien 18 Prozent.
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