Der TagIllegal desinfiziert: Französisches Mineralwasser unter Verdacht

Wer wie ich regelmäßig schwere Wasserflaschen in den fünften Stock schleppt, dürfte jetzt aufhorchen: Französisches Mineralwasser war in den vergangenen Jahren in vielen Fällen nicht so "natürlich rein", wie das Gesetz es vorschreibt. Der Nestlé-Konzern und andere Hersteller von Mineralwasser stehen nach Recherchen französischer Medien im Verdacht, das Quellwasser auf illegale Weise desinfiziert zu haben. "Mindestens ein Drittel der Marken hat die Vorschriften missachtet", heißt es in einem Bericht der Zeitung "Le Monde".
Nestlé hatte am Vortag bekannt gegeben, diese Techniken benutzt, aber inzwischen eingestellt zu haben. Dazu zählten etwa die Desinfektion durch Aktivkohle oder UV-Strahlen.
Diese Verfahren sind für Leitungswasser durchaus erlaubt, nicht aber für Quell- und Mineralwasser, das als natürlich reines Wasser erheblich teurer verkauft wird.
Das Wasser der betroffenen Marken, zu denen Perrier und Vittel zählen, werde mittlerweile nicht mehr behandelt, teilte der Konzern mit.