Der TagImmer noch radioaktiv belastete Pilze in süddeutschen Wäldern

Pilzsucher aufgepasst: Auch Jahrzehnte nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl weisen einige Arten in Deutschland stark erhöhte Mengen an radioaktivem Cäsium auf. Laut dem Pilzbericht des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) ist das vor allem bei Pilzen in Wäldern Süddeutschlands der Fall. "Anders als in landwirtschaftlichen Böden ist es in Waldböden in einer Form vorhanden, in der Pflanzen und Pilze es aufnehmen können - und einige Pilzarten sind besonders gut darin", erklärt BfS-Präsidentin Inge Paulini.
Pilze im Handel dürfen höchstens 600 Becquerel pro Kilogramm Frischmasse aufweisen. Besonders hohe Cäsium-Werte von mehr als 1000 Becquerel pro Kilo Frischmasse fand das BfS in den vergangenen Jahren unter anderem bei:
Semmelstoppelpilzen
Maronenröhrlingen
Gelbstieligen Trompetenpfifferlingen
Ockertäublingen.
Niedrig belastet und daher für den Verzehr unbedenklich sind demnach folgende Sorten:
Blutender Waldchampion
Mönchskopf
Riesenporling