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Der TagImmer weniger Schwein: Fleischproduktion sinkt erneut

09.08.2023, 08:51 Uhr
Schweinefleisch-und-Rindfleisch-liegen-in-einer-Fleischtheke-in-einem-Supermarkt
Die Nachfrage nach Schweinefleisch sinkt erneut, aber ein Ladenhüter ist das Fleisch noch lange nicht. (Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild)

Skandale wie jüngst in gleich zwei Schlachthöfen in Bayern oder auch ein Verzicht auf Schweinefleisch aus gesundheitlichen Gründen lassen die Nachfrage nach Schweinefleisch in Deutschland wohl weiter sinken. Das spiegelt sich nun auch in einer erneut gesunkenen Fleischproduktion in deutschen Schlachthöfen wider: Die Gesamtmenge sank in der ersten Jahreshälfte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,9 Prozent auf 3,3 Millionen Tonnen, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Insgesamt wurden 23,6 Millionen Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde sowie 343,9 Millionen Hühner, Puten und Enten geschlachtet. Während bei Rind und Geflügel die Fleischmengen nahezu unverändert blieben, wurden deutlich weniger Schweine getötet. 21,6 Millionen geschlachtete Tiere waren 2,2 Millionen weniger als ein Jahr zuvor. Die erzeugte Schweinefleischmenge sank um 9,4 Prozent auf 2,1 Millionen Tonnen. Mit einem Anteil von 62 Prozent bleibt Schwein allerdings die mit Abstand wichtigste Fleischart vor Geflügel (23,2 Prozent) und Rind (14,5 Prozent).

Quelle: ntv.de