Der TagIndonesien: Kein Social-Media mehr für alle unter 16 Jahren
Es gibt nicht nur in der Mode, beim Essen, Musik oder Sport weltweite Trends, sondern auch in der Politik: Australien ist sowas wie der Trendsetter, wenn es um ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche geht. Nun zieht Indonesien nach und verbietet "hochriskante" Social-Media-Dienste für junge Menschen unter 16 Jahren. Bestehende Konten von Jüngeren sollten nach und nach ab Ende März gesperrt werden, sagte die indonesische Kommunikationsministerin Meutya Hafid. Sie erwähnte insbesondere YouTube, TikTok, Facebook und Instagram. Auch X und Roblox und weitere Angebote seien betroffen. "Die Regierung greift ein, damit Eltern nicht länger allein gegen die Giganten der Algorithmen kämpfen müssen", betonte sie. TikTok Indonesien und Google Indonesien reagierten zunächst nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme. "Wir wollen die Hoheit über die Zukunft unserer Kinder zurückgewinnen. Wir wollen, dass Technologie den Menschen dient und nicht die Kindheit unserer Kinder opfern", betonte die Ministerin.
Auch in Europa gibt es Befürworter des strikten Verbots für Kinder und Jugendliche: In Brüssel hat gestern eine EU-Expertenkommission dazu ihre Arbeit aufgenommen. Die Expertinnen und Experten sollen Empfehlungen abgeben, wie die EU Kinder und Jugendliche besser vor Suchtgefahren und Gewalt auf Instagram, Snapchat und Co. schützen kann. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen spricht sich für ein Verbot von Online-Netzwerken für Kinder und Jugendliche unter 15 oder 16 Jahren aus. Frankreich, Dänemark und Spanien haben ähnliche Vorhaben bereits angekündigt oder beschlossen. Für die Umsetzung ist aber ohnehin die EU-Kommission zuständig.