Der TagIndonesiens Präsident zieht in einem Zelt in neue Hauptstadt
Die Folgen des Klimawandels werden Jakarta bald verschlingen. Experten schätzen, dass bereits 2050 ein Drittel von Indonesiens Hauptstadt überflutet sein könnte. Präsident Joko Widodo will die Stadt deshalb 2000 Kilometer entfernt wieder aufbauen. Er kann es offenbar kaum erwarten, denn zwei Jahre vor der geplanten Verlegung des Regierungssitzes Widodo schon einmal in das Gebiet gezogen auf dem die Megastadt Nusantara entstehen soll. Mitten im Waldgebiet schlug Widodo dort für eine Nacht sein Zelt auf. "Die Luft war kühl und der Himmel klar", schrieb er auf Instagram. Ein Foto zeigte den 60-Jährigen vor seinem Pop-up-Residenzzelt.
Mit einer feierlichen Zeremonie hatten der 60-jährige Staatschef und Gouverneure aus allen Teilen des riesigen Inselstaats am Montag den Standort der künftigen Hauptstadt eingeweiht. Nusantara soll sich im östlichen Teil von Borneo auf einer Fläche von gut 56.000 Hektar erstrecken. Doch der Plan stößt auf Hindernisse: Dazu zählt neben anhaltenden Proteste von Umweltschützern die jüngste Entscheidung des Investors SoftBank Group, sich aus dem Projekt zurückzuziehen. Gründe dafür nannte der Konzern nicht.