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Der TagInsider: Verstaatlichte Energieversorger zahlten in Krise Millionen-Boni

15.05.2023, 07:25 Uhr

Die verstaatlichten Versorger Uniper und Sefe haben Insidern zufolge in der Energiekrise ihren Händlern Boni in Millionenhöhe gezahlt. Die mit Steuergeldern vor einer drohenden Pleite geretteten Unternehmen wollten damit Händler bei der Stange halten, sagen vier mit der Angelegenheit vertraute Personen. In einigen Fällen hätten Händler Jahresboni von bis zu sieben Millionen Dollar - umgerechnet bis zu 6,4 Millionen Euro, erhalten, sagt einer der Insider. Ein anderer erklärt, dass nur ein Teil ausgezahlt werde, der Rest werde ausgesetzt. Vorstände und einige Top-Manager gingen bei den Boni leer aus, wenn dies nach den Auflagen für verstaatlichte Firmen verboten sei.

"An die Mitarbeitenden im Handel wurden Boni ausgeschüttet, die allerdings insgesamt unter denjenigen des Vorjahres lagen", erklärt Uniper. Das Unternehmen habe sich an alle Regeln beziehungsweise Auflagen im Rahmen der Stabilisierungsmaßnahmen gehalten. Gleiches gelte für Sefe, wie der Konzern betont. Die Leistungen rechtfertigten Vergütungen, die deren Beitrag zur Gesamtleistung des Unternehmens und zur Versorgungssicherheit belohnten. Dadurch bleibe Sefe auf dem Personalmarkt wettbewerbsfähig.

Quelle: ntv.de