Der TagInstitut: Bestimmte Fischarten können Entwicklung Ungeborener stören
Fisch ist ein wertvolles Lebensmittel. Die Verbraucherzentralen empfehlen, ihn zweimal pro Woche zu essen. Doch schwangere und stillende Frauen sollten bei der Auswahl vorsichtig sein und mehrere Arten meiden, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).
In Fischen, Muscheln, Krabben und Tintenfischen reichert sich die Quecksilberverbindung Methylquecksilber (MeHg) an, wie das BfR erklärt. Für die meisten Menschen sei es ungefährlich, heißt es. Allerdings kann Methylquecksilber die neurologische Entwicklung von Ungeborenen und Säuglingen stören.
Eine Auswertung ergab, dass insbesondere große und ältere Raubfische wie Hai, Schwertfisch oder Thunfisch hohe Methylquecksilber-Konzentrationen enthalten. Auch in Rotbarsch wurden vergleichsweise hohe Werte registriert.
Mit Umweltverschmutzung hat der Quecksilbergehalt nichts zu tun: Methylquecksilber entsteht laut BfR, wenn Bakterien natürlicherweise vorkommende anorganische Quecksilberverbindungen aufnehmen und in organische umwandeln.