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Der TagIran setzt drei Todesurteile aus

19.07.2020, 14:21 Uhr
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Exiliraner demonstrieren auf der ganzen Welt immer wieder gegen die Hinrichtungspraxis des Mullah-Regimes. (Foto: imago images/Future Image)

Im Iran ist die Hinrichtung von drei Teilnehmern der Proteste vom November 2019 vorerst gestoppt worden. "Wir hoffen, dass das Urteil gekippt wird", sagte Babak Paknia, einer der Anwälte der Verurteilten, der Nachrichtenagentur AFP, nachdem das Oberste Gericht einen Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens zugelassen hatte. Das Todesurteil gegen die drei Demonstranten hatte international heftige Kritik ausgelöst.

  • Nach Angaben der iranischen Behörden wurden die drei Verurteilten während eines "bewaffneten Überfalls" festgenommen. Auf ihren Handys seien Beweise gefunden worden, dass sie zuvor öffentliche Gebäude und Busse in Brand gesetzt hatten.

  • Am Donnerstag hatte eine Gruppe von UN-Rechtsexperten den Iran aufgefordert, die Todesurteile aufzuheben. US-Präsident Donald Trump erklärte, eine Hinrichtung dieser drei Menschen würde "ein schreckliches Signal an die Welt" senden. Unter dem Hashtag "DontExecute" forderten zahlreiche Menschen im Internet allgemein einen Hinrichtungsstopp in der Islamischen Republik.

  • Erst vor zwei Wochen war ein Mitarbeiter des iranischen Verteidigungsministeriums wegen Spionage für die USA hingerichtet worden.