Der TagIran tut Vergiftungswelle als Massenhysterie ab
Nach der mysteriösen Vergiftungswelle im Iran hat der Geheimdienst einen Abschlussbericht veröffentlicht. Dies meldeten Staatsmedien rund fünf Monate nach den ersten Meldungen. Betroffen sind fast ausschließlich Mädchenschulen. Landesweit wurden Schülerinnen in Krankenhäusern behandelt. Ärzte sprechen von Gasvergiftungen. Tausende Verdachtsfälle verzeichneten die Behörden offiziell. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International schrieb: "Die Vergiftungen scheinen eine koordinierte Kampagne zu sein, um Schülerinnen für ihre friedliche Teilnahme an landesweiten Protesten zu bestrafen."
In dem Bericht erklärt der iranische Geheimdienst nun, dass es sich nicht um ein organisiertes Netzwerk von Tätern handele. Auch seien statt toxischer Substanzen nach Analysen von Proben lediglich Spuren von Pfefferspray oder etwa Stinkbomben festgestellt worden. Bei den Fällen handele es sich viel mehr um eine landesweite Massenhysterie, argumentiert der Geheimdienst. Unabhängig überprüfen lassen sich die Erklärungen nicht.