Der TagIran weist Menschenrechtsbericht zurück
Der Iran hat den jüngsten UNO-Bericht über die Menschenrechtslage in der Islamischen Republik zurückgewiesen.
Außenamtssprecher Hussein Dschaber Ansari erklärte, der Bericht des UN-Sonderberichterstatters für den Iran, Ahmad Shaheed, sei "parteilich, diskriminierend und politisch motiviert", er stütze sich auf "nicht überprüfte Informationen". Der Iran fördere die Menschenrechte "in Übereinstimmung mit der Verfassung und religiösen Werten".
Dem UNO-Bericht zufolge wurden im Iran im vergangenen Jahr mindestens 966 Menschen hingerichtet. Damit seien dort so viele Todesurteile vollstreckt worden wie seit 20 Jahren nicht mehr. Seit 2005 seien 73 Minderjährige hingerichtet worden, 16 von ihnen in den beiden vergangenen Jahren. Mindestens 160 weitere Beschuldigte, die zur Tatzeit keine 18 Jahre alt waren, sitzen demnach in Todeszellen.