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Der TagIsraelische Ex-Geheimdienstler verraten Details zu Pager-Angriff auf Hisbollah

23.12.2024, 09:00 Uhr

Zwei frühere israelische Geheimdienstagenten haben neue Details zu ausgefeilten Attacken auf die Schiitenmiliz Hisbollah genannt, bei denen im Libanon und in Syrien Tausende Funkempfänger, sogenannte Pager, und Walkie-Talkies explodierten. Die den Angaben zufolge kürzlich in den Ruhestand versetzten Ex-Agenten sprachen mit der Sendung "60 Minutes" des US-Senders CBS. Sie trugen Masken und ihre Stimmen wurden verändert, um ihre Identitäten zu schützen.

Einer der Agenten sagte, die Operation habe bereits vor zehn Jahren begonnen. Die Hisbollah habe Walkie-Talkies mit versteckten Sprengsätzen genutzt und nicht gewusst, dass sie diese von ihrem Feind Israel kaufe. Bis September seien die Sprengsätze nicht zur Detonation gebracht worden, einen Tag nach der Zündung ebenfalls präparierter Pager war es dann so weit. "Wir haben eine Scheinwelt geschaffen", sagte der frühere Agent, dem der Name "Michael" zugeordnet wurde. Der andere Agent beschrieb die Verwendung von Scheinfirmen, darunter eine in Ungarn, um die taiwanische Firma Gold Apollo dazu zu bringen, unwissentlich eine Partnerschaft mit dem Mossad einzugehen.

Quelle: ntv.de