Der Tag

Umstrittene Behandlung von FlüchtlingenIst Hamburg verantwortlich für Tod eines Flüchtlingsbabys

24.06.2015, 21:17 Uhr

Nach dem Tod eines ungeborenen Babys einer 20-jährigen Migrantin aus Guinea hat Bundesärztekammerpräsident Frank Ulrich Montgomery den Hamburger Senat scharf kritisiert.

  • Im aktuellen Fall erhebt die 20-Jährige laut NDR und WDR schwere Vorwürfe gegen Mitarbeiter der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Hamburg-Harburg. Sie sei im Februar von Hamburg in die Flüchtlingsunterkunft Burbach in Nordrhein-Westfalen geschickt worden, obwohl bei ihr eine Risikoschwangerschaft vorlag und Ärzte ihr Bettruhe verordnet hatten.

  • Trotz Protests gegen die Entscheidung sei das Paar zwölf Stunden mit Regionalzügen bis Dortmund gefahren. Nach der Reise habe die Frau ihr ungeborenes Kind verloren.

  • "Es ist tragisch, dass erst wieder etwas so Schreckliches passieren musste.", erklärte Montgomery. Bereits 2010 sei eine Ghanaerin kurz vor Ende der Schwangerschaft zweimal von Hamburg aus in Flüchtlingsheime in Mecklenburg-Vorpommern umverteilt worden und habe ihr Kind tot zur Welt gebracht.

Quelle: ntv.de