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Der TagItalienischer Rechtspopulist Umberto Bossi ist tot

20.03.2026, 07:02 Uhr

Der Gründer der Regionalpartei Lega Nord, Umberto Bossi, ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Medienberichten zufolge verstarb der langjährige Rechtspopulist in einem Krankenhaus im norditalienischen Varese. Bossi galt insbesondere in den 1990er- und 2000er-Jahren als eine der prägenden Figuren der italienischen Politik und machte die Lega Nord zu einer einflussreichen Kraft im Norden des Landes.

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Bossis Schimpftiraden galten insbesondere den Politikern in der Hauptstadt Rom - und irregulär ins Land gekommenen Migranten. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Unter seiner Führung war die Partei ab 1994 mehrfach an den Mitte-Rechts-Regierungen von Silvio Berlusconi beteiligt. Bossi fiel durch provokante Rhetorik auf und setzte sich in den Anfangsjahren für eine Abspaltung Norditaliens ein. Nach einem Schlaganfall im Jahr 2004 war er gesundheitlich stark angeschlagen. Sein Nachfolger Matteo Salvini richtete die Partei später neu aus und formte sie zu einer landesweit agierenden rechtsnationalen Kraft. Regierungschefin Giorgia Meloni würdigte Bossi als wichtigen Wegbereiter der ersten Mitte-Rechts-Koalition im neuen italienischen Parteiensystem.

Quelle: ntv.de