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Der TagJährlich ertrinken über 230.000 Menschen - WHO fordert Maßnahmen

25.07.2023, 14:40 Uhr

Jedes Jahr sollen weltweit mindestens 236.000 Menschen ertrinken, Todesfälle, die laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) hätten verhindert werden können. Zum 25. Juli, den die Vereinten Nationen 2021 zum "Welttag gegen das Ertrinken" erklärten, fordert die WHO Maßnahmen. 90 Prozent der Todesfälle passieren nach Angaben der WHO in ärmeren Ländern. Zu den effektivsten Maßnahmen gehören nach ihren Angaben der Schwimmunterricht in Grundschulen und die Betreuung von kleineren Kindern in Kindertagesstätten, die Sicherheit bieten. Bis 2050 könnten so in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen mehr als 774.000 Kinder vor dem Tod gerettet werden. Auch Fälle, bei denen Kinder zwar überleben, aber schwere Schäden davontragen, ließen sich so eindämmen.

Beim Ertrinken kommt es zu einem Zusammenspiel vieler gefährlicher Faktoren. Sind wir zu lange unter Wasser, kann es zu einem Stimmritzenkrampf kommen, der soll verhindern, dass Wasser in die Lunge gelangt, macht aber auch das Atmen unmöglich. Schwierig, denn der Krampf löst sich nicht zwangsläufig, wenn wir das Wasser verlassen. Können wir keinen Sauerstoff nachziehen, sterben nach wenigen Minuten die ersten Gehirnzellen. Die Unterversorgung sorgt anschließend für Organschäden, nach und nach bricht das System zusammen. Ein weiteres Problem: Gelangt Wasser in die Lunge, ob nun viel oder wenig, können die Lungenbläschen verkleben. Hängt damit zusammen, dass die Membranen der Kraft des Wassers nicht standhalten, sie sind zu zart. Dadurch wird der Stoffwechsel weiter eingeschränkt.

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Mit Schwimmunterricht ließen sich laut WHO viele Leben retten. (Foto: picture alliance / BARBARA GINDL / APA / picturedesk.com)

Quelle: ntv.de