Der TagJohnson gegen Gleichbehandlung von Transfrauen

Als vor wenigen Tagen in Großbritannien die transsexuelle Bahnradsportlerin Emily Bridges vom internationalen Verband ihres Sportes an einem Wettbewerb ausgeschlossen wird, löst das eine Debatte unter den Briten aus. Nun äußert sich auch Premierminister Boris Johnson zu dem Fall und spricht sich gegen die Gleichbehandlung von Transfrauen und Frauen im öffentlichen Leben aus. "Ich finde nicht, dass biologisch männliche Personen bei Sportturnieren für Frauen antreten sollten", sagte Johnson beim Besuch eines Krankenhauses in einer Kleinstadt nördlich von London. Er fügte hinzu: "Vielleicht ist das eine kontroverse Sache, aber für mich wirkt das einfach vernünftig."
Ebenso sei er der Meinung, dass Frauen Räume für sich haben sollten, fuhr Johnson fort. Als Beispiele nannte er Krankenhäuser, Gefängnisse und Umkleiden. Er betonte, das bedeute nicht, dass er nicht immense Sympathien für Menschen habe, die ihr Geschlecht ändern wollten. "Es ist von zentraler Bedeutung, dass wir den Menschen die maximale Liebe und Unterstützung geben, um diese Entscheidungen zu treffen", so der Premier. Es handle sich aber um komplexe Probleme, die nicht leicht gelöst werden könnten.