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Der Tag Johnson ist "vorsichtig optimistisch" - Juncker spricht von "Tragödie"

In der festgefahrenen Situation - landläufig als Brexit bekannt - versucht Großbritanniens Premierminister Boris Johnson mit positiven Phrasen, gute Stimmung zu verbreiten. Im Ringen um ein Austrittsabkommen mit der EU ließ der Tory-Chef nun verlauten, er sei "vorsichtig optimistisch". Bei den Verhandlungen habe es "viele Fortschritte" gegeben. Es sei "der grobe Umriss eines Abkommens" zu erkennen, sagte Johnson bei einem Besuch im nordenglischen Rotherham.

Irlands Regierungschef Leo Varadkar ließ derweil eher pessimistischere Töne anklingen. Zwischen Brüssel und London klaffe nach wie vor eine "sehr große Lücke", sagte Varadkar dem irischen Radiosender RTE. "Aber wir werden bis zur letzten Minute um ein Abkommen kämpfen und dafür arbeiten, allerdings nicht um jeden Preis."

Fast schon theatralisch äußerte sich der scheidende EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zu der Angelegenheit. Den geplanten Austritt Großbritanniens aus der EU bezeichnete er im Deutschlandfunk als "Höhepunkt einer kontinentalen Tragödie" und als "ahistorisch". Er sei der Problemlage, die es in Europa gebe, nicht angemessen. Die Entscheidung der Briten müsse aber respektiert werden.

 

Quelle: n-tv.de