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Der TagJohnson sieht Briten bei Fusionsenergie "vor Durchbruch"

02.10.2019, 22:07 Uhr
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Meint er es ernst mit der Fusionsenergie? Bei Boris Johnson weiß man nie. (Foto: imago images/PA Images)

Bei seiner Rede auf dem Parteitag der konservativen Tories in Manchester bemühte sich Tory-Chef und Permierminister Boris Johnson darin, eine blühende Zukunft für Großbritannien zu zeichnen - trotz des EU-Austritts. Dabei sagte er auch, dass britische Forscher "kurz vor dem Durchbruch" stünden bei der Entwicklung von Mini-Fusionsreaktoren. Sie stünden kurz davor, "kommerziell realisierbare Mini-Fusionsreaktoren für den Export in die ganze Welt" zu bauen, so Johnson. Diese könnten praktisch unbegrenzt CO2-freie Energie zur Verfügung stellen.

Allerdings ergänzte Johnson, dass die Forscher bereits seit Längerem "kurz vor dem Durchbruch" stünden. Diese Bezeichnung sei sehr dehnbar, sagte er - damit spielt er - bewusst oder unbewusst - darauf an, dass der Fusionsenergie bereits seit Jahrzehnten nachgesagt wird, sie sei kurz vor dem Durchbruch. Dies könnte auch ein Hinweis darauf sein, dass Johnson die ganze Sache mit den Mini-Fusionsreaktoren nicht so ernst gemeint hat. Bei ihm weiß man ja nie.

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Der britische Prinz William (2. v. li.) beim Besuch eines Fusions-Forschungsreaktors im Culham Science Centre nahe Oxford. (Foto: imago/i Images)