Der TagJunger Schüler in Berlin schwer an Diphtherie erkrankt
Eigentlich kommt Diphtherie aufgrund der hohen Impfrate in Deutschland praktisch nicht vor. Doch in Brandenburg sorgt nun die schwere Erkrankung eines Jungen für Aufsehen. Der Landkreis Havelland bestätigte der "Märkischen Allgemeinen", dass ein ungeimpftes Kind Ende September so schwer an der lebensbedrohlichen Infektionskrankheit erkrankt sei, dass es in einer Berliner Klinik behandelt und "invasiv beatmet" werden musste. Es handelte sich um den zehnjährigen Schüler einer Waldorfschule in Berlin, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf das brandenburgische Gesundheitsministerium.
Diphtherie ist eine Infektionskrankheit, die durch ein Bakterium ausgelöst wird. Sie beginnt mit einer Angina und kann zu Atemnot, Herzattacken und Lähmungen führen. Bleibt sie unbehandelt, kann sie tödlich enden. Ein Sprecher des Potsdamer Klinikverbunds "Ernst von Bergmann" bestätigte dem Berliner "Tagesspiegel", dass ein an Diphtherie erkranktes Kind im Klinikum Westbrandenburg in Potsdam stationär mit Antitoxinen und Antibiotika behandelt worden sei. "Ohne rechtzeitige Behandlung ist die Diphtherie mit einer Sterblichkeit von bis zu 50 Prozent verbunden", wird der Sprecher von der Zeitung zitiert. Selbst mit frühzeitiger Therapie liege die Sterblichkeit bei rund zehn Prozent.