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Der Tag Junta im Niger lässt Verhandler von UN und Ecowas nicht ins Land

08.08.2023, 15:18 Uhr

Inmitten von Spannungen nach einem Putsch im Niger hat die Junta einem Medienbericht zufolge einer Verhandlungsmission der Vereinten Nationen, des Staatenbunds Ecowas und der Afrikanischen Union die Einreise verweigert.

Die Delegation sollte am Dienstag in der nigrischen Hauptstadt Niamey Gespräche mit den neuen Machthabern führen, wie das französische Magazin "Jeune Afrique" berichtete. Die Vermittler wollten demnach auch ein Treffen mit dem Präsidenten Mohamed Bazoum, der seit dem 26. Juli vom Militär festgesetzt ist. Dem Bericht zufolge lehnte die Militärjunta die Reise in einer Verbalnote am Montag ab und verwies auf "den aktuellen Kontext von Wut und Aufruhr der Bevölkerung infolge der von der Ecowas verhängten Sanktionen, der es nicht erlaubt, die genannte Delegation in Ruhe zu empfangen".

Die westafrikanische Staatengemeinschaft Ecowas hatte unter dem Vorsitz Nigerias nach dem Putsch am 26. Juli Sanktionen gegen den Niger verhängt und mit Maßnahmen bis hin zu Gewalt gedroht, falls die Putschisten Bazoum und die Verfassung bis vergangenen Sonntag nicht wieder einsetzen. Am Donnerstag wollen die Staatschefs bei einem Gipfel über ihr Vorgehen beraten. Nigeria und drei weitere Länder haben Pläne für eine mögliche Militärintervention vorbereitet.

Quelle: ntv.de