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Der TagKaffeemaschine für 14.600 Euro - Vorwurf der Verschwendung bei NRW-Polizei

05.08.2025, 13:58 Uhr

Besonders nobel sieht das "Innovation Lab" der NRW-Polizei im Duisburger Innenhafen nicht aus. Der Landesrechnungshof wurde allerdings stutzig, als er einen sprunghaften Anstieg der Kosten für das Zukunftslabor der Polizei von geplant 250.000 Euro auf 4,66 Millionen feststellte. Es kam heraus, dass neben Videokonferenztechnik für rund 3,7 Millionen Euro auch eine Einbauküche für 35.000 Euro, eine Kaffeemaschine für 14.600 Euro und zwei Stühle für rund 6.000 Euro pro Stück beschafft worden waren.

  • Der Rechnungshof kritisiert die "völlig ausufernde Kostenentwicklung" jetzt scharf. Eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung mit Aussagen zum Bedarf und zur Angemessenheit der Kosten habe nicht vorgelegen. Die erste Erhöhung um 1,5 Millionen Euro sei sogar nur durch ein Telefonat zwischen dem Projektleiter und dem Innenministerium bewilligt worden. Es seien dazu "keine weiteren Dokumente zu finden", sagte Rechnungshofpräsidentin Brigitte Mandt bei der Vorlage ihres Jahresberichts in Düsseldorf.

  • Eine der Hauptattraktionen des "Innovation Lab" der Polizei ist ein Roboter-Hund, der Katastrophenorte oder Tatorte erkunden kann. Die Vorwürfe einer Kostenexplosion wies das Zukunftslabor zurück. Die Beschaffung von Küche und Mobiliar seien vergaberechtlich nicht zu beanstanden. Es sei auch darauf geachtet worden, "dass die Möbel und Geräte sich nahtlos in die bestehende Infrastruktur des Innovation Labs integrierten".

Quelle: ntv.de