Der TagKai Wegner fleht um Streusalz für Berlin und erntet Spott
Teils spiegelglatte Gehwege sind in Berlin seit Tagen ein Ärgernis - ein Vorstoß von Regierungschef Kai Wegner dazu sorgt nun im Netz für Spott. Der CDU-Politiker hatte auf X vom Landesparlament eine schnelle Gesetzesänderung gefordert, um den Einsatz von Streusalz auf eisglatten Gehwegen zu ermöglichen. "Wir erleben in Berlin extreme Wetterbedingungen - mit Eisregen und anhaltendem Frost. Ich appelliere an das Abgeordnetenhaus, den Einsatz von Tausalz in Berlin in Ausnahmen möglich zu machen", postete Wegner auf X. "Wir müssen die gefährliche Lage auf Gehwegen, Treppen und Straßen entschärfen. Es ist unsere Pflicht, dass die Menschen auch im Winter gut und sicher durch die Stadt kommen."
Wegners Parteikollege Armin Laschet amüsierte sich auf X darüber, dass sich selbst Grünen-Politiker aus Baden-Württemberg über Berlin lustig machten. "Und nein, es ist keine überraschende Wetterkrise: Man nennt es Winter", postete er.
In Berlin ist der Einsatz von Streusalz und anderen Taumitteln aus Umweltgründen weitgehend verboten, stattdessen können etwa Splitt und Sand zum Einsatz kommen.
Was oft unterschlagen wird, ist zudem die Tatsache, dass in Berlin auch am fünften Tag der Glätte noch immer viele Straßenbahnen nicht oder nur verkürzt fahren. Auch viele Buslinien sind eingeschränkt. Viele Haltestellen werden nicht bedient, wie die BVG auf ihrer Website schreibt. Daher sind viele Menschen gezwungenermaßen auf eine Fortbewegung zu Fuß angewiesen und müssen sich der Glätte aussetzen.