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Der TagKanadischer Provinzchef wegen Trumps Zoll-Krieg: Stellen den USA die Energie ab

04.03.2025, 13:47 Uhr
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Zeigt eigentlich immer nur auf andere: Donald Trump. (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Die Gangart ist mit dem neuen Mann an der Spitze der USA nicht nur härter geworden. Das wäre eine Untertreibung sondergleichen. Donald Trump fängt momentan mit allem und jedem - ob Gegner oder Verbündeter - Krieg und Streitereien an. Er sieht die USA wohl als Supermacht, der niemand etwas anhaben kann. Ob das stimmt? Die Antwort des Regierungschefs der bevölkerungsreichsten kanadischen Provinz, Ontario, auf die Zölle für Waren aus Kanada in Höhe von 25 Prozent wird den USA wohl maximal einen kleinen Stich versetzen. Dennoch zeigt es, wo wir mittlerweile im Umgang mit Trump angekommen sind in der Welt: Es wird öffentlich beleidigt, brüskiert, beschämt und gedroht. Doug Ford droht den USA mit - zumindest aus kanadischer Sicht - scharfen Worten Konsequenzen für ihre Zollpolitik. "Wenn sie Ontario vernichten wollen, werde ich alles tun, um sie daran zu hindern, auch ihnen die Energie abzustellen", sagte Doug Ford. "Sie müssen den Schmerz spüren. Sie wollen uns hart treffen. Wir werden doppelt so hart zurückschlagen." Diese Drohung ist nicht ganz neu: Ontarios Regierungschef hatte bereits Anfang Februar, als die US-Zölle dann am Ende zunächst doch nicht in Kraft gesetzt wurden, harte Gegenmaßnahmen angekündigt. Etwa sollte ein millionenschwerer Vertrag mit dem Satellitennetzwerk Starlink des US-Präsidentenberaters Elon Musk gekündigt und US-Unternehmen von der Vergabe öffentlicher Aufträge ausgeschlossen werden.

Quelle: ntv.de