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Der TagKinder nach Pilzverzehr in Lebensgefahr - Leberstiftung gibt eindringliche Warnung

16.10.2024, 13:23 Uhr

Wenn Sie, so wie ich, in diesem Jahr schon Pilze sammeln waren, wird Sie diese Nachricht vermutlich auch schockiert haben: Derzeit schweben drei Kinder nach dem Verzehr eines Knollenblätterpilzes in Lebensgefahr, sie werden am Uniklinikum Essen wegen akuten Leberversagens behandelt. Die Deutsche Leberstiftung warnt vor diesem Hintergrund grundsätzlich vor dem Verzehr selbst gesammelter Pilze aus dem Wald. Das Risiko einer Vergiftung sei zu hoch, sagt der Medizinische Geschäftsführer der Stiftung, Markus Cornberg. Der Knollenblätterpilz sei der giftigste Pilz überhaupt und sehe dem Champignon sehr ähnlich.

Der Experte mahnte: "Finger weg von Pilzen aus dem Wald." Auch auf Apps solle man sich als Laie nicht verlassen. "Pilze sollte man im Supermarkt kaufen." Wer unbedingt sammeln wolle, solle das nur zusammen mit ganz erfahrenen Pilzexperten tun. "Der Knollenblätterpilz lauert überall", sagte Cornberg. Wie stark die Vergiftung ausfalle, hänge vor allem davon ab, wie viel man von dem Knollenblätterpilz gegessen habe. Eine Rolle könne aber auch spielen, wie groß und schwer die betreffende Person sei. Der Vater eines der drei Kinder wird ebenfalls in Essen wegen Leberversagens behandelt.

Quelle: ntv.de