Der TagKinder verwüsten Schule - Strafbefehl gegen Mutter
In einem Prozess nach der Verwüstung einer Schule erlässt das Amtsgericht Osnabrück gegen die Angeklagte in Abwesenheit einen Strafbefehl. Die Geldstrafe betrage 150 Tagessätze zu je 10 Euro, sagt eine Sprecherin des Gerichts. Eigentlich hätte heute das Urteil gegen die Mutter von zwei Jungen gesprochen werden sollen, die im Juli 2020 zusammen mit einem weiteren Kind in einer Schule eindrangen und dort einen Sachschaden von 150.000 Euro verursachten. Doch die Frau sei nicht zum Termin erschienen. Die Staatsanwaltschaft habe der 44-Jährigen vorgeworfen, ihrer Aufsichtspflicht über ihre damals elf und zwölf Jahre alten Kinder nicht nachgekommen zu sein, sagt die Sprecherin.
Die Kinder brachen in der Schule in Bissendorf bei Osnabrück Waschbecken von den Wänden, zerschlugen Fensterscheiben und beschmierten unter anderem Wände mit Farbe. Acht Klassenräume wurden verwüstet. Passanten hatten seinerzeit die drei Schüler auf dem Dach beobachtet und die Polizei verständigt. Die Jungen waren der Polizei bekannt. Sie hatten schon in den Wochen zuvor bei weiteren Taten einen Schaden von 50.000 Euro verursacht. Rechtskräftig ist die Entscheidung noch nicht: Innerhalb von zwei Wochen kann Einspruch eingelegt werden. Dann würde das Gericht einen neuen Hauptverhandlungstermin ansetzen, hieß es.