Der TagKindergrab in Israel geöffnet - zwei verschiedene Leichen entdeckt

Usiel Churi ist eines von Tausenden von Kindern jüdischer Einwanderer aus dem Jemen und anderen muslimischen Ländern, die laut Zeugenaussagen in den 1950er Jahren in Israel unter ungeklärten Umständen verschwanden. Familien warfen den Behörden vor, sie an kinderlose Holocaust-Überlebende weitergegeben zu haben. Bis heute weiß Churis Familie nicht, ob das 1952 geborene Kind wirklich auf dem Friedhof in Petach Tikva bei Tel Aviv begraben liegt oder es womöglich noch lebt.
Um Klarheit zu erlangen, ist das Kindergrab geöffnet worden, auf dem Churis Namen steht. Dabei wollte ein Experte des Gesundheitsministeriums DNA-Proben entnehmen. Nach Angaben von Churis Familie wurden jedoch die Überreste von zwei verschiedenen Leichen gefunden. Die Prüfung sei daher vorerst abgebrochen worden. "Man sagte uns, die Untersuchung könne erst nach einer Gerichtsentscheidung fortgesetzt werden", sagte die Schwester Churis, Masal Berko. Sie sei sehr enttäuscht.
Viele Schicksale von Einwandererkindern wie Churi konnten nie eindeutig geklärt werden. Mehrere Untersuchungskommissionen brachten keine abschließende Klarheit. 2018 war ein Gesetz erlassen worden, das Graböffnungen ermöglicht. Der 1952 geborene Churi war nach Schilderung der Familie als Einjähriger unter verdächtigen Umständen für tot erklärt worden. Die von der tunesischen Insel Dscherba stammende Familie zweifelte vor der Untersuchung an, dass er wirklich in dem Grab liegt, auf dem sein Name steht.