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Der TagKlage: Schauspielerin will nicht das Gesicht der "KI-Ministerin" sein

11.02.2026, 21:28 Uhr

In Albanien gibt es keine Ministerin für Künstliche Intelligenz (KI), sondern eine KI-Ministerin. Der Chatbot mit dem Namen "Diella" (albanisch für "Sonne") soll in dem von Korruption geplagten Land etwas gegen Vetternwirtschaft tun und staatliche Ausschreibungen überwachen. Doch mit welchem Gesicht? Die Gesichtszüge sollen von der Schauspielerin Anila Bisha stammen, die nun gegen die Nutzung ihres Gesichts als "KI-Ministerin" vorgeht. Die im Land berühmte Bisha wirft der Regierung von Ministerpräsident Edi Rama vor, ihre Gesichtszüge für "Diella" in einem Ausmaß zu nutzen, dem sie nicht zugestimmt habe. Ihre Identität und ihre persönlichen Daten würden "ausgebeutet", sagte die 57-Jährige der Nachrichtenagentur AFP. Bisha sagte, sie habe die Regierung in der Hoffnung auf eine gütliche Einigung kontaktiert. Da sie darauf jedoch keine Antwort erhalten habe, habe sie sich zu rechtlichen Schritten entschlossen.

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"Diella" kennen die Menschen in Albanien schon länger von staatlichen Websites - nun ist die KI auch "Ministerin". (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Quelle: ntv.de