Der TagKlarna will nicht mehr mit Pornoseite zusammenarbeiten
Der schwedische Zahlungsdienst Klarna will nicht mit der großen Pornoseite Xhamster zusammenarbeiten. Die Integration per Sofortüberweisung auf der Seite sei abgeschaltet, bestätigte ein Unternehmenssprecher heute in Berlin. Zuerst hatte "Der Spiegel" darüber berichtet.
Der Schritt ist der nächste in einer längeren Reihe, in der große Finanzunternehmen ihre Dienste Porno-Webseiten nicht mehr zur Verfügung stellen. In den USA hatten Visa und Mastercard die Zusammenarbeit mit dem Branchenriesen Pornhub aufgekündigt, nachdem ein Bericht der "New York Times" Kritik an den hochgeladeten Videos übte. Die Zeitung hatte über Fälle von Ausbeutung Minderjähriger berichtet, die demmnach dann auf den Webseiten landen. Besonders bei Privatvideos sei nicht erkennbar, ob die gezeigten Personen den Aufnahmen oder dem gezeigten Geschlechtsverkehr zugestimmt hätten. Die Webseite tue zu wenig, um dies oder die Volljährigkeit der Gezeigten zu überprüfen. Gegen Xhamster gibt es ähnliche Vorwürfe.