Der TagKleinster Staat der Welt in aller Munde - das Leben dort ist anders
Wegen der Wahl des neuen Papstes ist der Vatikan dieser Tage in aller Munde. Der Zwergstaat, in dem Latein Amtssprache ist, besitzt nur etwa 620 Staatsbürger mit eigenem Pass - allerdings haben dort immerhin fast 900 Menschen eine Wohnung. Waren Sie schon mal dort? Wenn ja, wissen Sie vielleicht, dass es im Vatikan neben dem Apostolischen Palast auch Verwaltungsgebäude, Tankstelle, Apotheke, Supermarkt, Postamt und sogar einen Bahnhof gibt.
Und der Vatikan ist ein Steuerparadies: Der Kirchenstaat erhebt keine Steuern. Wer im staatseigenen Supermarkt einkaufen geht, zahlt weniger als in den Supermärkten von Rom - dort gilt eine Umsatzsteuer von 22 Prozent. Es wird jedoch streng darauf geachtet, dass nur Staatsbürger, Einwohner und Angestellte einkaufen. Und obwohl der Vatikan nicht Mitglied der Europäischen Union ist, ist der Euro offizielles Zahlungsmittel. In der Vergangenheit gab es - entsprechend der italienischen Lira - auch die vatikanische Lira. Die Einnahmen generiert der Vatikan aus Spenden, etwa durch den sogenannten Peterspfennig, sowie aus Immobilienbesitz und dem Betrieb der viel besuchten Vatikanischen Museen.