Der TagKlimaaktivist muss nach Blockaden Geldstrafe zahlen
Ihr Anliegen ist ernst, ihre Methoden umstritten: Die Klimaaktivisten der "Letzten Generation" sorgen seit Wochen für Aufruhr. Weil er an mehreren Straßenblockaden teilgenommen hatte, verurteilt das Amtsgericht Berlin-Tiergarten einen Aktivisten nun zu einer Geldstrafe. Das teilt die "Letzte Generation" mit. Zur Höhe macht die Gruppierung keine Angaben. Die Verteidigung des Klimaaktivisten hatte der langjährige Linken-Bundestagsabgeordnete Gregor Gysi übernommen.
Gysi bezeichnete den Kampf gegen den Klimawandel nach Angaben der "Letzten Generation" als "Frage der Menschenwürde" und forderte in seinem Plädoyer einen Freispruch. "Es wäre mit Sicherheit richtiger, robust und massiv gegen jene vorzugehen, die unsere Lebensgrundlagen für ihre eigenen Gewinne zerstören, statt Klimaschützer einzusperren", erklärt Gysi laut einer Mitteilung der Gruppe. Demnach kündigt er außerdem Rechtsmittel an. Nach Angaben der Klimaaktivisten ging es in der Verhandlung um Vorwürfe der Nötigung und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, in einem Fall auch um Hausfriedensbruch.