Der TagKölner Polizei warnt potenzielle Todesraser

Autorennen sind eine feine Sache, es gibt gewaltigen Krach, es riecht nach Benzin und Überholmanöver machen Spaß - wenn man dabei auf einer Tribüne setzt und Profis auf einer Rennstrecke zusieht. All das verkehrt sich ins Gegenteil, wenn Möchtegern-Rennfahrer mit ihren frisierten Kleinwagen durch Innenstädte brettern, Ampeln überfahren und nicht nur sich, sondern ganz besonders andere gefährden. Aber wem sage ich das? Bis auf die Typen hinterm Steuer hat (hoffentlich) niemand Verständnis dafür. Die Kölner Polizei nimmt nun ihre Pappenheimer ins Visier.
Die Beamten verschicken Briefe an 160 Szenegrößen, von denen sie glauben, sie liebäugeln mit illegalen, nächtlichen Rennen.
Darin machen sie auf ein Urteil des Berliner Landgerichts über lebenslange Haft für zwei junge Männer aufmerksam, deren illegales Autorennen einen Mann das Leben kostete. "Die Briefe sollen warnen, aber auch zeigen: Wir haben euch im Blick", sagte eine Polizeisprecherin.
Und: "Sollte einer der Angeschriebenen erneut auffällig werden, wird es für ihn schwer, Fahrlässigkeit nachzuweisen." Das bedeute für den Raser höhere Strafen.