Der TagKollegen nehmen Abschied von georgischem Kameramann
Hunderte Journalistinnen und Journalisten haben in Georgien den nach einem Angriff gestorbenen Kameramann Alexander Laschkarawa geehrt. Die Menge vor Laschkarawas Haus brach in Applaus aus, als dessen Leichnam vor der Beerdigung in einem Sarg durch ein Spalier von Kollegen getragen wurde. Laschkarawa war am Sonntag tot in seiner Wohnung gefunden worden - wenige Tage, nachdem er vor einer geplanten Demo für die Rechte homosexueller und transgeschlechtlicher Menschen zusammengeschlagen wurde.
Die genaue Todesursache ist laut Behörden weiter unklar. Laschkarawas Angehörigen gehen aber fest von einem Zusammenhang mit der Attacke aus. Nach Laschkarawas Tod protestierten Tausende Georgier gegen die Regierung in Tiflis, die in der Kritik steht, die Rechte von Minderheiten nicht ausreichend zu schützen. Zwar strebt die Ex-Sowjetrepublik mit einer prowestlichen Politik in die EU, allerdings gibt es in dem Land mit einer einflussreichen orthodoxen Kirche starke konservative Kräfte, die sich schwertun mit liberalen Ideen.