Der TagKontrolleure beklagen erniedrigende Situationen in Haft
Die Nationale Stelle zur Verhütung von Folter spricht von teilweise "menschenunwürdigen" Situationen in einzelnen Haftanstalten und Psychiatrien in Deutschland. Die Instanz soll sicherstellen, dass Grundrechte auch beim Freiheitsentzug gewahrt sind. In ihrem Jahresbericht werden zum Beispiel zwei Gefängnisse im Saarland und in Baden-Württemberg kritisiert. Dort müssten sich je zwei Häftlinge eine neun Quadratmeter große Zelle mit nur einer räumlich nicht abgetrennten Toilette teilen. "Diese Bedingungen stellen eine erniedrigende Situation für die betroffenen Gefangenen dar und führen zu einer menschenunwürdigen Unterbringung", heißt es im Bericht. Weiterer Kritikpunkt: In einer Psychiatrie in Baden-Württemberg seien zum Teil Menschen in Räumen ohne Toilette eingeschlossen gewesen - für ihre Notdurft hätten ihnen nur Bettpfannen und Urinflaschen zur Verfügung gestanden. Jede Benutzung sei durch die Videoüberwachung auch noch auf einem Monitor sichtbar gewesen.