Der TagKühnert geht Söder scharf an: "Zu tief ins Glas geschaut"
Vor einem Spitzentreffen nächste Woche Mittwoch zu hohen Energiepreisen wird die Stimmung zwischen Bund und Ländern schlechter. Es gibt Streit weiter darüber, wie das Entlastungspaket umgesetzt werden soll und wie die Kosten dafür aufgeteilt werden. Einzelne Länder drohen mit Blockaden im Bundesrat. Bayerns Regierungschef Markus Söder fordert nun in der "Augsburger Allgemeinen" einen Gaspreisdeckel und eine "finanzpolitisch große Lösung". "Wir befinden uns in einer ökonomischen Krise, die größer ist als bei Corona, deshalb braucht es jetzt auch finanzpolitisch eine große Lösung - und nicht nur kleines Besteck." Der CSU-Chef wirft Bundesfinanzminister Christian Lindner vor, "in Schattenhaushalten mit gigantischen Milliardensummen" zu hantieren. FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai nimmt in der "Rheinischen Post" hingegen die Länder in die Pflicht: "Es kann nicht sein, dass die Länder immer nur Forderungen stellen, sich dann aber wegducken, wenn es um die Umsetzung geht." SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert wirft Söder "politische Spiele" vor. Söder nehme für seine Privatfehde mit der Ampel ein ganzes Entlastungspaket in Geiselhaft. "Das ist politischer Größenwahn auf Kosten von Millionen Menschen in Bayern und dem ganzen Land. Deutschland hat jetzt keine Zeit für die Launen eines CSU-Mannes, der beim Oktoberfest zu tief ins Glas geschaut hat."