Der TagKurz vor Wahl in Bangladesch: Ex-Ministerpräsidentin ist tot
Die frühere Ministerpräsidentin Bangladeschs, Khaleda Zia, ist im Alter von 80 Jahren nach langer Krankheit gestorben, wie ihre Partei BNP mitteilte. Ihr Tod fällt in eine politisch angespannte Zeit wenige Monate vor der Parlamentswahl im Februar, bei der die BNP als Favoritin galt. Zias Sohn Tarique Rahman kehrte kürzlich nach 17 Jahren Exil zurück und wird als möglicher künftiger Regierungschef gehandelt.
Zia, die wegen Korruptionsvorwürfen jahrelang in Haft war und Anfang 2025 freigesprochen wurde, war die erste Frau an der Spitze Bangladeschs. Sie regierte von 1991 bis 1996 und von 2001 bis 2006 und prägte gemeinsam mit ihrer langjährigen Rivalin Sheikh Hasina über Jahrzehnte die Politik des 175-Millionen-Einwohner-Landes. Ihre politische Karriere begann nach der Ermordung ihres Ehemanns, des damaligen Präsidenten Ziaur Rahman, 1981 bei einem Putschversuch.