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Der Tag LGBTIQ-Propaganda? Regenbogen-Eis in Russland am Pranger

In Russland wird einem Eishersteller vorgeworfen, mit seinen Produkten Homosexualität zu fördern. Der Grund klingt absurd: Das Unternehmen Tschistaja Linija produziert Eiscreme in Regenbogenfarben. Doch das könnte Kinder dazu ermutigen, die LGBTIQ-Flagge positiv zu sehen, so das Argument.

"Anzeigen verwenden hübsche Regenbogenfarben, was harmlos aussieht. Und dann schmücken sie das mit hübschen Worten", sagte die Leiterin der russischen Frauenunion, Jekaterina Lachowa, kürzlich bei einer Videokonferenz mit Präsident Wladimir Putin. "So werden schon Kinder gezwungen, sich an diese Flagge zu gewöhnen." Lachowa forderte daher die Entfernung von Regenbogenfarben aus der Werbung und dem öffentlichen Leben.

Tschistaja Linija teilte mittlerweile mit, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Eis und der LGBTIQ-Flagge gebe. "Der Regenbogen entsteht durch die Sonne nach dem Regen und soll einfach gute Laune machen", sagte ein Manager der Firma gegenüber dem Sender "Radio Govorit".

Im Netz machen sich bereits viele User über Lachowas Forderung lustig. Einige merkten sarkastisch an, dass dann auch gleich der Regenbogen als Naturphänomen verboten werden sollte.

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Quelle: ntv.de