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Der TagLauterbach: Cannabis muss an Schulen aus der Tabuzone raus

14.05.2024, 14:23 Uhr
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Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sieht viele Vorteile in dem neuen Cannabis-Gesetz. (Foto: picture alliance/dpa)

So manche Entwicklung geht doch recht schnell, zumindest nach Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Er ist überzeugt, dass mit der teilweisen Freigabe von Cannabis die Auseinandersetzung mit den Risiken deutlich zugenommen habe, das gelte vor allem für junge Menschen. Kernpunkt sei, dass mit der Legalisierung der Konsum nicht harmloser geworden sei, sagte der SPD-Politiker bei einer Diskussion mit Schülerinnen und Schülern in Berlin. Das Thema müsse auch in den Schulen aus der Tabuzone heraus und besprochen werden. So mache die Konzentration des Wirkstoffs THC "einen Riesenunterschied" bei Schäden für das sich entwickelnde Gehirn. Lauterbach hob das generelle Ziel hervor, bestehenden Konsum sicherer zu machen und eine Drogenbeschaffung auf dem Schwarzmarkt zu verhindern. Das höhere Strafmaß von mindestens zwei Jahren Haft, etwa wenn ein über 21-Jähriger auf dem Schulhof Cannabis verkaufen lasse, helfe zudem, den illegalen Handel einzuschränken. "Das wird der große Bruder sich zweimal überlegen", sagte der Minister bei der Diskussion in der Aula des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums in Berlin.

Quelle: ntv.de