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Der Tag"Lebendig begraben" in Ungarn-Knast: Deutsche linksextreme Person tritt in Hungerstreik

05.06.2025, 09:42 Uhr

Maja T. steht seit Februar 2025 wegen mutmaßlicher Angriffe auf vermeintliche und tatsächliche Teilnehmer einer rechtsextremen Veranstaltung vor Gericht. Die non-binäre Person sitzt bereits monatelang in Ungarn in Untersuchungshaft. Jetzt tritt sie gegen die Maßnahmen in den Hungerstreik.

"Da seit elf Monaten eine menschenunwürdige Langzeiteinzelhaft auf meine rechtswidrige Auslieferung nach Ungarn folgt, wähle ich die letzte mir verbliebene Protestform - den Hungerstreik, denn ich ertrage diese Situation nicht mehr", heißt es in einer Mitteilung, aus welcher die Tagesschau zitiert. "Hier in Ungarn bin ich in Isolationshaft lebendig begraben." Über die Zustände in Haft äußerte sich T. bereits in der Vergangenheit kritisch. Kakerlaken und Bettwanzen sind in der Haftanstalt keine Seltenheit. Die Versorgung mit Lebensmitteln sei zudem "mangelhaft"

Die Auslieferung von T. nach Ungarn wurde vom Bundesverfassungsgericht für rechtswidrig erklärt. Zu diesem Zeitpunkt war die Person allerdings bereits von den Behörden nach Ungarn überstellt worden.

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Maja T. soll an Angriffen auf Rechtsextremisten beteiligt gewesen sein. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Quelle: ntv.de