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Der Tag Leipziger Buchmesse: Hunderte protestieren vor Eröffnung

18.03.2026, 19:25 Uhr
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Sie seien in vielerlei Hinsicht überwältigt, erklärten die Buchhändler. "Wir freuen uns sehr, dass sich solidarische Menschen versammeln, um sich gegen die peinliche Praxis des Kulturkampfministers Wolfram Weimar zu wehren", hieß es in einem Statement der drei ausgeschlossenen linken Buchläden. (Foto: picture alliance/dpa)

Mehrere Hundert Menschen haben in Leipzig gegen die Kulturpolitik von Wolfram Weimer protestiert. Vor dem Gewandhaus, wo er die Eröffnung der Leipziger Buchmesse einleiten sollte, forderten Demonstrierende seinen Rücktritt und bezeichneten ihn als "Kulturkampfminister". Anlass ist die Streichung dreier linker Buchläden von der Nominierungsliste für den Deutschen Buchhandlungspreis.

Die betroffenen Buchläden hatten die Entscheidung scharf kritisiert und Klage erhoben. Weimer begründete sein Vorgehen mit "verfassungsschutzrelevanten Erkenntnissen". Auch der Börsenverein des Deutschen Buchhandels übte indes Kritik und fordert, die Auszeichnung den Buchläden doch noch zuzuerkennen – notfalls gerichtlich.

Quelle: ntv.de