Der TagLeslie Mandokis Idee von einer Brücke
Heute habe ich ein besonderes Schmankerl für Sie in der Mittagspause: Statt Brücken-Lockdown à la Laschet lieber eine musikalische Brücke zum Rest der Welt à la Mandoki. Sie, liebe ntv.de-Gemeinde, kennen Leslie Mandoki schon lange, und Sie dürfen mir gerne vorwerfen, dass ich einen übertriebenen Hang zu Musikern habe, und auch einen Hang zu Männern im besten Alter, speziell zu Musikern im besten Alter, aber das ist ok, ich kann damit leben. Mein Mann auch.
Leslie Mandoki hat es geschafft, in seinem Studio am Starnberger See, in der Solitude des Lockdowns, seine Freunde um sich zu versammeln. Natürlich nicht alle, und natürlich auch nicht alle vor Ort, denn das geht ja gerade nicht, aber herausgekommen ist trotzdem etwas ganz Wunderbares. Das ist total subjektiv? Stimmt! Aber das macht nichts. Noch ein Gedanke von Leslie Mandoki, dann geht's los: "Wir Musiker denken oft mit dem Herzen, und so entstand durch unseren unerschütterlichen Glauben an die verbindende Kraft der Musik mitten im ersten Lockdown die Idee zu "Music is the greatest unifier - Bridging the gap around the world". Die Pandemie belegt uns de facto mit einem Berufsverbot für Konzerte", so der gebürtige Ungar voller Leidenschaft, "aber gerade jetzt dürfen wir mit unserer direkten und emotionalen Bindung zum Publikum eben nicht ruhen, wir müssen lauter sein als je zuvor!" Dass in ihm auch ein Politiker steckt, ist klar: "Die globalen Herausforderungen, vor denen die Menschheit in den kommenden Jahren steht, werden wir nur bewältigen, wenn wir die Spaltungen über alle Grenzen hinweg überwinden." Recht hat er, und nun lehnen Sie sich einfach zurück.